Effizientes Master Data Management

Effizientes Master Data Management: DEUTSCHE KONGRESS im Interview mit Alexander Lorenz

Rohde & Schwarz steht seit mehr als 80 Jahren für Qualität, Präzision und Innovation auf allen Feldern der drahtlosen Kommunikationstechnik.


Der vor mehr als 80 Jahren gegründete Technologiekonzern gehört zu den global führenden Herstellern von Kommunikationstechnik für professionelle Nutzer. Zunächst fokussiert auf die Hochfrequenztechnik und deren Anwendungen in Messtechnik, Funk und Rundfunk, wurde der Arbeitshorizont in den letzten Jahrzehnten zunehmend weiter gefasst. Inzwischen ist Rohde & Schwarz auch einer der größten deutschen Hersteller von IT-Sicherheitsprodukten.

Alexander Lorenz leitet seit einem Jahr das Corporate Master Data Management von Rohde & Schwarz.

Im Vorfeld von den PROKOM Data Days, dem Kongress für die (internationale) Produktkommunikation und Omnichannel-Kommunikation am 7. & 8. Juni in Düsseldorf, haben wir mit ihm über sein Vortragsthema auf der PROKOM gesprochen: Effizientes Master Data Management durch passende IT-Architektur und Toolauswahl.

DEUTSCHE KONGRESS: Zu den häufigsten Fehlern in einem Stammdaten-Projekt gehört der Wunsch, alles auf einmal regeln zu wollen. Doch das geht meist schief und führt bei Misserfolg nicht selten zum vorzeitigen Abbruch ohne Ergebnis. Wie sehen die organisatorischen Voraussetzungen für ein effizientes Master Data Management aus?

ALEXANDER LORENZ: Zuallererst steht der Aufbau eines zentralen Stammdaten-Managements unter Berücksichtigung aller Objekte (Material, Kunde, Lieferent, ggf. Equipments) im Mittelpunkt. Es besteht aber eine klare Trennung der Verantwortlichkeiten zwischen Process- und Data Ownership sowie der Data Governance. Nicht in Vergessenheit geraten sollte auch die Ansiedlung der Abteilung als cross-funktionale Schnittstelle im Bereich der Prozess IT bzw. im Business mit Schnittstelle zur IT sowie eine enge Schnittstelle bzw. bestenfalls Owner der Stammdatenberechtigungen organisationsweit.

DEUTSCHE KONGRESS: Passende IT-Architektur und Toolauswahl: Wie gehen Sie da vor und was würden Sie vermeiden?

ALEXANDER LORENZ: Bei der Auswahl einer neuen Unternehmenslösung ist die grundsätzliche IT-Strategie die Basis. Setze ich als Unternehmen auf eine Best-in-class Lösung oder wähle ich für jeden Lösung „Best of Breed“. Grundsätzlich liegt die Entscheidung darin begründet, wo man als Unternehmen die größten Vorteile für sich erkennt. Was man beachten sollte ist, dass IT-Tools auf Prozesse folgen und nicht umgekehrt. Somit müssen IT-Tools zur Gesamtausrichtung und Strategie des Unternehmens passen.

DEUTSCHE KONGRESS: Wie sieht die Zukunft des Master Data für Sie aus?

ALEXANDER LORENZ: Eine Kopplung des reinen Stammdatenmanagements mit Methoden von BI, Data Analytics und mit KI-Tools, damit Daten einen Mehrwert für die Firma erzeugen (Digitalisierung!). Ebenfalls sollte der Aufbau der Master Data Governance bei Stammdaten hinsichtlich PIM relevanter Prozesse intensiviert werden.

DEUTSCHE KONGRESS: Ein Statement/Zitat bzgl. PROKOM; Produktkommunikation und PIM

ALEXANDER LORENZ: Es ist ein sehr wichtiges Thema: Gerade die Vernetzung und der Aufbau von Governance bei Stammdaten, die ebenfalls in PIM-Systemen
und –prozessen genutzt werden!

 

Mehr zur Veranstaltung erfahren Sie hier:

www.prokom-kongress.de