Firmenpleiten 2025: Unternehmensinsolvenzen steigen rasant auf Höchststand seit zehn Jahren
Alarmierende Entwicklung: Insolvenzen auf Rekordniveau. Deutschland erlebt 2025 einen massiven Anstieg an Unternehmensinsolvenzen. Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Firmenpleiten im ersten Halbjahr so hoch wie seit 2015 nicht mehr. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen geraten unter Druck – und mit ihnen auch Gläubiger, die zunehmend mit Zahlungsausfällen konfrontiert sind.
Halbjahresbilanz: Deutlicher Anstieg bei Insolvenzen
Allein im ersten Halbjahr 2025 wurden rund 11.900 Unternehmensinsolvenzen gezählt – ein Zuwachs von 9,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit erreicht die Zahl der Pleiten den höchsten Stand seit zehn Jahren. Besonders stark betroffen sind:
- Handel: ca. 2.220 Fälle, ein Plus von 13,8 %
- Verarbeitendes Gewerbe: rund 940 Fälle, ein Anstieg von 17,5 %
- Dienstleistungsbranche: darunter Gastronomie und Tourismusbetriebe, ebenfalls überdurchschnittlich belastet
Die Folgen sind gravierend: Insgesamt stehen über 141.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Auch die volkswirtschaftlichen Schäden sind enorm – die Forderungen der Gläubiger belaufen sich auf geschätzte 33,4 Milliarden Euro.
Juli 2025: Insolvenzwelle verstärkt sich
Besonders brisant war der Juli 2025: Gegenüber dem Vorjahresmonat schnellte die Zahl der Regelinsolvenzen um 19,2 % nach oben – der stärkste Anstieg seit Oktober 2024. Auffällig ist, dass vor allem kleine Betriebe betroffen sind, die oftmals keine finanziellen Rücklagen haben. Großinsolvenzen sind bislang seltener, dennoch belasten die zahlreichen Kleinstpleiten die gesamte Wirtschaftsstruktur.
Ursachen der Pleitewelle
Die Gründe für den Anstieg sind vielfältig:
- Auslaufen staatlicher Hilfsprogramme nach den Krisenjahren
- Hohe Energiekosten und volatile Rohstoffpreise
- Bürokratische Belastungen für kleine Betriebe
- Politische Unsicherheiten und nachlassende Konsumlaune
Diese Faktoren wirken zusammen und führen dazu, dass viele Unternehmen ihre Liquidität nicht mehr sichern können.
Bedeutung für Gläubiger: Risiken steigen
Für Gläubiger – seien es Geschäftspartner, Lieferanten oder Banken – bedeutet diese Entwicklung erhöhte Vorsicht. Typische Risiken sind:
| Risiko | Folgen für Gläubiger |
| Zahlungsausfall | Offene Forderungen bleiben unbeglichen |
| Längere Verfahren | Mehr Insolvenzen bedeuten höhere Komplexität |
| Informationsdefizite | Ohne Frühwarnsystem droht Verlust von Ansprüchen |
| Hohe Opportunitätskosten | Zeit und Kapital werden gebunden |
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Fazit: Jetzt Vorsorge treffen
Die aktuellen Zahlen belegen klar: Die Pleitewelle ist real und betrifft immer mehr Branchen. Gläubiger sollten sich nicht auf Glück verlassen, sondern aktiv ihre Position stärken.
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Quellen:
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Zahlen zu Unternehmensinsolvenzen 2025
- ZEIT Online: Firmenpleiten auf höchstem Stand seit zehn Jahren
- ZEIT Online: Anstieg von Firmeninsolvenzen im Juli 2025