Von der Debitorenbuchhaltung zum Kreditmanagement

Von der Debitorenbuchhaltung zum Kreditmanagement: Ein Kurzinterview mit Torsten Klimesch (Albert Berner Deutschland Gmbh)

 

Torsten Klimesch, Leiter Debitorenbuchhaltung / Kreditmanagement bei der Albert Berner GmbH, hat schon einige Projekte ins Leben gerufen. Das jüngste hiervon ist der Prozess der Umstrukturierung der Abteilung Debitorenbuchhaltung zum Kreditmanagement in einem Unternehmen mit „Massengeschäft“.

Am 30. November präsentiert er auf den 8. Kreditrisiko- und Forderungsmanagement Tagen einen Vortrag zum Thema „Von der Debitorenbuchhaltung zum Kreditmanagement“.

 

 

Wir haben hierzu im Vorfeld ein Interview mit ihm geführt.

DK: Wieso wurde das Projekt ins Leben gerufen?

TK: Als ich im April 2012 bei der Firma Berner als Leiter Debitorenbuchhaltung eingestellt wurde, sollte ich eine Veränderung der Abteilung herbeiführen.
Vorgaben waren lediglich, dass Prozesse effizienter gestaltet werden sollen und eine andere Wahrnehmung der Abteilung erreicht werden sollte.
Auf Grund einer Umstrukturierung der Firma sollten auch Aufgaben in andere Abteilungen verlagert werden.

 

DK: Wie war die Ausgangssituation?

TK: Die Abteilung war mit 5 Vollzeit- und 3 Halbtagskräften besetzt. Alles Mitarbeiterinnen, die schon länger als 10 Jahre in der Abteilung waren.
Die vorherigen Führungskräfte kamen immer aus der Gruppe und waren im Grunde die besten Sachbearbeiter. Eine strukturelle und strategische Führungsaufgabe wurde und konnte von diesen nicht wahrgenommen werden.

 

DK: Welche besonderen Herausforderungen mussten bzw. müssen bewältigt werden?

TK: Zunächst erfolgte eine umfassende Einarbeitung in die bestehenden Prozesse und das Kennenlernen der Schnittstellen zu anderen Abteilungen.
Persönlich musste ich mich an das Massengeschäft gewöhnen.

Eine besondere Herausforderung war und ist immer noch das Change Management. Die Mitarbeiterinnen müssen zum einen neue Aufgaben übernehmen, aber auch zum Teil Aufgaben abgeben. Im Kreditmanagementbereich muss eine Mitarbeiterin entsprechend aufgebaut/geschult werden. Außerdem müssen die Prozesse im Massengeschäft, sowohl im Debitoren- als auch im Kreditmanagementbereich effizient gestaltet sein. Hierunter fällt zum Beispiel das Thema Inkasso, Bonitätsauskünfte oder die automatische Zahlungsverbuchung.

 

DK: Erfolge/Ausblick?

TK: Die Mitarbeiterzahl wurde auf 3 Vollzeit- und 2 Halbtagskräfte reduziert. Die Forderungstage wurden von 28 Tagen aus 2012 auf heute 25 Tage verringert.
Die automatische Verbuchungsquote von Eingangszahlungen wurde von 80 % auf 90 % erhöht.

Als nächster Schritt wird das Thema integriertes Kreditmanagementsystem angegangen.

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