IT, Marketing, Produktkommunikation

Stammdaten Forum 2022 – Der Rückblick

Beim führenden Kongress für Stammdaten, Digitale Transformation und Data Governance gaben 10 hochkarätige Referent:innen einen Ein- und Ausblick in die Zukunft der Stammdaten. Hier haben wir für Sie unsere persönlichen Highlights zusammengefasst.

 

Stammdaten – die Grundlage für Geschäftsprozesse und deren reibungslose Abläufe

Wirksames Stammdaten-Management trägt erheblich dazu bei, die Wertschöpfungskette zu optimieren und künftigen Nutzen zu generieren. Jedes Unternehmen hat Stammdaten und nutzt diese im Tagesgeschäft für verschiedene Prozesse. Doch Stammdatenpflege ist nicht einfach und viele Firmen haben damit Probleme. Die aktuellste Studie stellte fest, dass viele Unternehmen mit der Qualität und der Pflege ihrer Stammdaten unzufrieden sind. Falsche, veraltete oder unvollständige Stammdaten stellen Firmen vor große Probleme und damit verbunden vor zahlreiche Herausforderungen.

 

Stammdaten sind wie ein Arztbesuch

Am 23. und 24. November 2022 bot das Stammdaten Forum die aktuellsten Tipps & Trends für Datenspezialisten, Mitglieder der IT-, Supply-Chain- und E-Commerce-Community, Datenjournalisten sowie weiteren Expert:innen aus der Praxis und Teilnehmer:innen verschiedener Unternehmenszweige und Branchen, die sich über die Chancen & die Zukunft des Datenmanagements informieren möchten. Wir haben die Situation anhand von Praxisberichten, Workshops und Roundtables im Stammdaten Forum an 2 Tagen analysiert. Wie wichtig eine Auseinandersetzung mit dem Thema ist, zeigten Referenten namhafter Unternehmen im Stammdaten Forum.

Über 70 Teilnehmer*innen kamen bei dem zweitägigen Kongress im November miteinander ins Gespräch und diskutierten angeregt über agiles Stammdatenmanagement, deren organisatorische Verankerung im Unternehmen, den Nutzungsbereichen von Künstlicher Intelligenz im Datenmanagement u.v.m.

Unter dem Vorsitz von Jürg Hofer wurden die drängenden Herausforderungen diskutiert.

Tag I: Workshoptag & Roundtables

Die Vorteile eines professionelles Stammdaten-Managements liegen klar auf der Hand. Für viele Unternehmen ist die Vernetzung von Daten, Produkten, Lieferanten, etc. eine große Chance ihren bisherigen und auch zukünftigen Kunden Verbesserungsvorschläge und Produkte zu präsentieren und zusätzliche neue Services anzubieten, aber auch um über neue Geschäftsmodelle nachzudenken. Im Zeitalter der Digitalisierung haben Unternehmen aus allen Branchen die Möglichkeit von diesen neuen Technologien zu profitieren. Die Bedeutung von Datenqualität ist hier für Unternehmen zunehmend von essentieller Bedeutung.

In Workshops und Roundtables wurde aufgezeigt und in Arbeitskreisen erarbeitet, wie wichtig die Datenqualität als Erfolgsfaktor im Data-Driven Management ist. Im Workshop der Natuvion GmbH ging es um die Fragestellung, wie Data-Governance innerhalb einer Systemtransition umgesetzt werden kann, sowie welche Entscheidungskriterien im Vorfeld geklärt werden sollten, um die erfolgreiche Durchführung sicherzustellen. In diesem Kontext wurden wichtige Aspekte innerhalb der Kundenorganisation erläutert und untersucht, welche essentiell zur erfolgreichen Durchführung eines Data-Governance-Projekts im Rahmen einer Systemtransition sind. Die BIG.Cube GmbH zeigte auf, wie Datenqualität als Erfolgsfaktor im datengetriebenen Unternehmen dienen kann.

Zu einer regen Diskussionen kam es im Roundtable von Jürg Hofer (Emmi Schweiz AG) zum Thema „Wie man Data Governance zum Leben erweckt“. Da es doch mehr Teilnehmer waren als gedacht, wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die dann jeweils diverse Fragestellungen zum besagten Thema erarbeitet und vorgestellt haben. Ein spannender Roundtable, in dem viel diskutiert und ausgetauscht wurde. Auch der Roundtable von Mürsel Inan (Henkel AG & Co. KGaA) zum Thema „Zentrale vs. dezentrale Stammdatenpflege, oder doch Outsourcing“ traf auf hohes Interesse.

Der Austausch mit Fachkolleg:innen und mehr über deren Erfahrungen zu erfahren ist hier einzigartig. Wir bekommen aktuelles Wissen, was wir auch in unseren eigenen Unternehmen anwenden können.
Teilnehmerin

 

Being data-driven is nothing new

Bei den Stammdaten liegt der Fokus in den meisten Unternehmen auf den klassischen Themen und Datendomänen der Produkte und Business Partner. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Domänen, deren Betrachtung lohnenswert sein kann. So zum Beispiel Bilddaten, Dokumente, usw. So eröffnete Jürg Hofer (Emmi Schweiz AG) den Kongresstag mit seiner Keynote zum Thema Stammdatenmanagement aber nicht für Material, Business Partner oder Finanzen. Hierbei gab er einen Einblick in den Umgang mit solchen Daten und stellte die Frage, welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede im Umgang mit diesen bestehen. Außerdem teilte er seine Erfahrungen im Umgang mit den Daten bei Emmi.

Die Reise der Digitalisierung benötigt u.a. das Datenmanagement als einen Enabler. Rechtzeitig einbezogen wirkt das Datenmanagement wie ein Beschleuniger, der zusätzlich Sicherheit gibt, zu spät eingebunden wie ein „Störenfried“. Was ist also rechtzeitig? Gibt es Punkte, die uns helfen können, das zu definieren? Und welche Rolle sollte das Datenmanagement dabei übernehmen? Anja Wiese (Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG) hat uns in ihrem Praxisbericht humorvoll mit auf eine Reise genommen, die wir nicht so schnell vergessen werden.

Das Leben starker traditioneller Werte sowie die erfolgreiche Öffnung für eine nachhaltige Digitalisierung gehen bei Victorinox Hand in Hand. Christopher Klumpp (Victorinox AG) hat in seinem Vortrag aufgezeigt, welche Herausforderungen für das 1884 gegründete Familienunternehmen entstehen, wenn man in diesem Umfeld ein Zukunft gerichtetes Daten Management aufbaut. Krankheitsbedingt konnte Christopher Klumpp leider nicht physisch anwesend sein, aber wir haben ihn digital zugeschaltet.

„Irgendwer wird ́s schon machen!“ Diese Aussage ist leider bittere Realität, denn sie schwirrt in jedem Unternehmen herum und bereitet Master-Data-Jongleuren Kopfschmerzen. Warum erfolgreiches Stammdatenmanagement klare Rollen und Verantwortlichkeiten braucht, erfuhren wir detailliert von Meike Mülhaupt (Capri Sun GmbH).

Last but not least haben die beiden Expert:innen von der ZF Friedrichshafen AG Harald Schuller und Melek Efe in ihrem Praxisbericht „ZF Business Partner unter S/4 HANA“ einen exklusiven Einblick in die S/4 Initiative bei ZF gegeben und das System gezeigt.

Zwischen den Vorträgen gab es Gelegenheit zu netzwerken und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Die Anwesenden schätzten an der Veranstaltung vor allem die anderen tollen Teilnehmer und die offene Diskussion – außerdem „nehmen sie sehr viel mit!“

 

 

„Ein tolles Forum für den Austausch zu Erfolgsstories und Fallstricke“

Die Praxisberichte fanden großen Anklang bei den Teilnehmer*innen.“Wie machen es die Player in der FMCG-Branche? Wie schaffen Handel und Industrie gemeinsam zu arbeiten? Das haben wir hier erfahren und nehmen das freudig mit.“ – schreibt uns eine Teilnehmer. „Die Praxiberichte und der Austausch über Stammdaten Themen sind sehr wertvoll. Ich bin dankbar, dabei gewesen zu sein.“, so eine weitere Teilnehmerin. „Eine tolle Darstellung der Theorie & angewendeten Praxis! “Andere schätzen auch besonders „das hohe Niveau“, „die lockere Atmosphäre“ und sehen in der Veranstaltung „einen nachhaltigen Mehrwert“. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen, Referent:innen und den Sponsoren, die zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben, Erfahrungen aus der Praxis miteinander geteilt haben & Impulse zum Stammdaten-Management der Zukunft gegeben haben. 

Nächstes Jahr geht das Stammdaten Forum mit aktuellen Themen und Praxisberichten aus der Welt der Stammdaten weiter.

Save the date: 23. – 24. November 2023 in Düsseldorf.