Stammdaten Forum 2025 – Zwei Tage voller Impulse, Austausch und gelebter Datenkultur
Das Stammdaten Forum 2025 brachte erneut Expert:innen, Praktiker:innen und Führungskräfte aus unterschiedlichsten Branchen zusammen, um gemeinsam über moderne Datenstrategien, Governance-Modelle und zukunftsfähige Organisationsstrukturen zu sprechen. Zwei Tage lang standen praxisnahe Einblicke, konkrete Use Cases und ein intensiver Dialog im Mittelpunkt.
Die diesjährige Ausgabe zeigte besonders deutlich: Stammdatenmanagement ist längst kein Randthema mehr, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor für Effizienz, Transparenz und digitale Transformation. Mit überaus engagierten Teilnehmenden, lebendigen Diskussionen und einer außergewöhnlich offenen Atmosphäre wurde das Forum erneut zu einem Ort, an dem Ideen wachsen, Herausforderungen geteilt und Lösungen gemeinsam erarbeitet werden. Hier haben wir für Sie unsere persönlichen Highlights zusammengefasst.

Ein Auftakt im Zeichen gemeinsamer Verantwortung: „Daten gemeinsam denken“
Mit einem starken inhaltlichen Fundament eröffnete das Stammdaten Forum 2025 in Düsseldorf – getragen von der zentralen Botschaft: Stammdaten sind nicht nur technische Ressourcen, sondern strategische Assets, die Organisationen strukturieren, verbinden und stabilisieren. Das Grußwort erinnerte daran, wie essenziell Datenhoheit, Kommunikation und eine gelebte Datenkultur sind:
„Stammdaten sind die stille Infrastruktur des betrieblichen Alltags. Wo sie verstanden und verantwortungsvoll gesteuert werden, entsteht echte Handlungsfähigkeit.“
Über zwei Tage hinweg erlebten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke, inspirierende Keynotes, lebendige Workshops und offenen Austausch zwischen Expert:innen aus MDM, Governance, IT, Fachbereichen und Management.

Tag 1 – Workshoptag: Datenkultur, Kommunikation und der zentrale Stellenwert gemeinsamer Verantwortung
Der erste Tag startete bewusst interaktiv und diente als idealer Einstieg: ein Raum zum Ankommen, Austauschen und gemeinsamen Denken. Der Workshop „Let’s Talk Data Culture! Gemeinsam zur starken Datenkultur“ mit Fabienne Schnieders (TU Dortmund) und Daniel Grafen (Fraunhofer) – durchgeführt in Kooperation mit DAMA – war ein echter Icebreaker.
Von Beginn an entstand eine offene, intensive Arbeitsatmosphäre. Die Teilnehmenden beschäftigten sich zunächst mit der Frage, was Datenkultur eigentlich bedeutet, wie sie sich im Unternehmensalltag zeigt und wie sehr sie über Erfolg oder Misserfolg von Dateninitiativen entscheidet. Schnell wurde klar, dass Datenkultur weit mehr ist als ein theoretisches Konzept – sie ist gelebte Realität zwischen Fachbereichen, Tools und täglichen Entscheidungen.
In Gruppen diskutierten die Teilnehmenden ihren eigenen Reifegrad, reflektierten Rollen, Verantwortlichkeiten und Grenzen und entwickelten gemeinsam konkrete Maßnahmen, die im eigenen Unternehmen umgesetzt werden können. Besonders geschätzt wurde der Methodenmix aus Reflexion, Austausch und praktischen Übungen – echte Zusammenarbeit, die vom Kennenlernen nahtlos in produktives Arbeiten überging.
Im Anschluss beleuchtete Jürg Hofer (Enterprise Architekt, Emmi) in seiner Praxiskeynote die enorme Bedeutung klarer Kommunikation im Stammdatenmanagement. Er zeigte, wie oft Projekte an Missverständnissen, unklaren Erwartungen und fehlendem Stakeholder-Management scheitern – und welche Hebel Organisationen nutzen können, um Datenqualität nachhaltig zu sichern. Sein zentraler Satz blieb im Raum hängen: „Kommunikation ist der unsichtbare Backbone eines jeden Stammdatenprojekts – ohne sie wackelt alles.“

Einen starken thematischen Übergang boten anschließend Karoline Jackstien (Nordex Energy) und Tobias Stöhr (BearingPoint) mit ihrer Keynote „Von Datenchaos zu Datenkultur“. Sie zeichneten nachvollziehbar nach, warum Datenkultur ein entscheidender Stellhebel für Datenqualitätsinitiativen ist und führten die Teilnehmenden durch ein interaktives Selbstassessment. Dabei entstanden lebhafte Diskussionen über Menschen, Prozesse und Systeme – die drei Hebel, die über Datenqualität entscheiden.
Auch das Thema Automatisierung erhielt einen praxisnahen Schwerpunkt: Andreas Heinz (Precisely) und Abderrazzak El Oumrani (Evonik) zeigten, wie Fachbereiche heute ganz ohne Programmierkenntnisse datengetriebene Abläufe automatisieren, ohne Kompromisse bei Governance oder Qualität eingehen zu müssen. Die Teilnehmenden erhielten einen realistischen Einblick, wie flexible Datenprozesse aussehen können, die sich schnell an neue Anforderungen anpassen lassen.
Mit einem Blick in die eigene Transformationsreise rundeten Dr. Sascha Kasper und Oliver Reh den ersten Tag ab. In ihrer gemeinsamen Präsentation zur Data Governance-Initiative der Vaillant Group erläuterten sie, wie eine moderne Governance-Organisation aufgebaut wird, wie Domänen und Eigner:innen definiert werden und wie „Get Clean, Stay Clean“ praktisch funktioniert. Dabei wurde deutlich: Tools sind wichtig – aber Menschen, Rollen und Kultur sind entscheidend.
Abschließend vertieften die Roundtables von Jürg Hofer und Oliver Reh die Themen des Tages. Die Diskussionen reichten von der Frage, wie „aktuell“ Stammdaten im Unternehmensalltag wirklich sind, bis hin zur Rolle sozialer Kompetenzen im Zusammenspiel von Governance und KI.
Der Tag mündete schließlich in ein lebendiges Get-Together mit hervorragendem Essen, Feierabendbier und ausgelassener Stimmung – der perfekte Rahmen, um die hergestellten Verbindungen zu festigen und den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Tag 2 – Kongresstag: Strategische Impulse, strukturierte Umsetzung und gelebte Datenkultur
Der zweite Kongresstag startete nach eine Begrüßung und Einführung von Jürg Hofer mit einer praxisstarken Keynote von Karoline Jackstien (Nordex Energy). In „Datenkultur, die wirkt“ zeigte sie, wie aus einem Konzept gelebte Praxis wird. Ihre Einblicke aus dem gemeinsamen Pilotprojekt verdeutlichten, wie entscheidend die drei Hebel Menschen, Prozesse und Systeme sind – und was passiert, wenn eines davon fehlt. Besonders wertvoll: ihre Einblicke in die richtige Einführung von Tools wie dem Data Quality Navigator und die Stolpersteine, die Unternehmen vermeiden sollten.
Ein strukturell besonders spannender Beitrag folgte durch Christian Bonus (Miltenyi Biotec). In seiner Keynote „Die stille Macht der Struktur“ zeigte er eindrucksvoll, warum isolierte MDM-Initiativen nicht ausreichen und wie der Weg vom Domänen-Silo hin zu einem Corporate Data Model aussieht. Seine klare Botschaft: „Struktur ist kein Selbstzweck – sie ist Voraussetzung für digitale Transformation.“ Er präsentierte, wie Multi-Domain MDM in seinem Unternehmen zum zentralen Treiber für neue datengetriebene Strategien wurde.
Einen tiefen Einblick in die Herausforderungen fragmentierter Systemlandschaften gab anschließend Melanie Seeling (Gerresheimer). Ihr Vortrag „Der Weg zu konsistenten Geschäftspartner-Stammdaten“ zeigte, wie komplex der Umgang mit dezentralen Kulturen, internationalen Teams und verteilten Systemen sein kann – und wie ein minimalinvasiver Ansatz dennoch zu konsistenten Daten führt. Besonders beeindruckend waren ihre Beispiele für globale Zusammenarbeit, die verdeutlichten, dass Datenqualität immer Teamarbeit ist.
Ein weiterer Höhepunkt war die Präsentation von Michael Breitenfellner (dm-drogerie markt). Unter dem Titel „Metadaten im Turbomodus“ gab er Einblicke in den Aufbau des Stammdatenmanagements bei dm und zeigte, wie Power Apps als Startpunkt für einen flexiblen Stammdatenkatalog genutzt werden können. Viele Teilnehmende nahmen aus diesem Vortrag Ideen für schnelle, pragmatische Lösungen mit, die dennoch strukturiert und nachhaltig sind.
Zum Abschluss des fachlichen Programms boten die Roundtables von Petra Gärtner (HAURATON) und Maren Liermann (AstraZeneca) erneut intensiven Austausch. Hier ging es um Rollenverteilung zwischen Fachbereich und IT sowie um die Frage, wie man Datenqualität messbar macht – und was im Tagesgeschäft wirklich zählt.

Networking, Community & Austausch – Das Herzstück des Forums
Über beide Tage hinweg zeigte sich erneut, warum das Stammdaten Forum so besonders ist: Die Veranstaltung lebt von ihrer Community. Zwischen Vorträgen, Workshops und Kaffeepausen entstanden Gespräche voller Offenheit, Fachlichkeit und echter Neugier.
Besonders am Abend des ersten Tages, beim Get-Together, verwischten die Grenzen zwischen fachlichem Austausch und persönlichem Kennenlernen. Die Stimmung war gelöst, warm und voller Energie. Menschen aus unterschiedlichen Branchen tauschten Erfahrungen aus, lachten, diskutierten und knüpften Kontakte, die weit über die Veranstaltung hinausreichen. Viele beschrieben das Forum als „Stammdatenfamilie“ – und genau so fühlte es sich an.
Authentische Teilnehmendenstimmen unterstreichen das:
- „Ein Forum, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern Menschen miteinander verbindet. Außerdem gibt es branchenübergreifende Einblicke in MDM.“
- „Spannende Vorträge, interaktive Workshops und ein inspirierender persönlicher Austausch.“
- „Ein offener Austausch, eine proaktive Zusammenarbeit, viel „natürliche Intelligenz“ – ein Format, das echte Teilhabe unabhängig vom eigenen Einstiegspunkt ermöglicht.“
- „Endlich mal ein Ort, an dem man offen über Herausforderungen sprechen kann – ohne Beschönigung, ohne Barrieren.“
- „So viel Praxisnähe und so viele inspirierende Gespräche – ich gehe mit einem Rucksack voller Ideen nach Hause.“
- „Networking auf einem Niveau, das ich so in keiner anderen Veranstaltung erlebt habe.“
- „Man merkt: Hier brennt jeder für gute Daten. Und genau das verbindet uns.“
- „Interessante Beiträge aus der Praxis und tolle Austauschmöglichkeiten.“
- „Schöne Übersicht und super Austausch zum State of the Art im Data Management und in der Data Governance.“
Das Stammdaten Forum zeigte erneut: Gemeinschaft ist der Schlüssel zu guter Datenarbeit.
Fazit der DEUTSCHE KONGRESS
Wir als Veranstalter blicken mit großem Stolz auf zwei intensive, inspirierende Tage zurück. Das Stammdaten Forum 2025 hat erneut gezeigt, wie hoch der Bedarf an Austausch, Vernetzung und praxistauglichen Lösungen ist – und wie wertvoll es ist, Expert:innen aus unterschiedlichsten Branchen an einem Ort zusammenzubringen.
Besonders beeindruckend war für uns, wie konsequent die Teilnehmenden Themen wie Governance, Datenkultur, Automatisierung und Struktur miteinander verknüpft haben. Die Mischung aus Praxisberichten, strategischen Impulsen, Workshops und offenen Diskussionen hat einmal mehr bewiesen, dass Stammdatenmanagement längst eine zentrale Zukunftsaufgabe ist, die weit über IT hinausgeht.
Wir danken allen Referent:innen, Teilnehmenden und Partnern für ihre Offenheit, Expertise und Begeisterung. Dieses Forum lebt von Ihnen – und wir freuen uns darauf, gemeinsam weiter an der Zukunft des Datenmanagements zu arbeiten.
Save the Date – November 2026
Nach dem Forum ist vor dem Forum: Auch 2026 bringen wir die Stammdaten-Community wieder zusammen!
Save the date: Am 25. und 26.11.2026 treffen wir uns wieder in Düsseldorf! Merken Sie sich den Termin schon vor.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, neue Themen, frische Impulse und eine starke Community, die jedes Jahr weiter wächst.