PROKOM Data Days – Interview mit Benedikt Schömmel

PIM im klassischen Maschinenbau – ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung
Im Interview mit Benedikt Schömmel von der Flottweg SE. #PROKOMDataDays

Quelle: https://www.umwelt-journal.at/flottweg/

 

Als das auf Separationstechnik spezialisierte Familienunternehmen haben wir immer den spürbaren Erfolg für den Kunden zum Ziel. Wir wissen immer, worauf es den Anwendern ankommt und arbeiten mit diesem Wissen täglich an der optimalen Lösung für unsere Kunden.
Kontinuität und Stabilität der Flottweg Gruppe stehen an oberster Stelle. Wir investieren nachhaltig in neue Technologien und neue Produkte und sind somit dem Markt immer einen Schritt voraus.
[Flottweg SE]

 

PIM im klassischen Maschinenbau: Ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung

links: Bernhard Klier (DEUTSCHE KONGRESS) ; rechts: Benedikt Schömmel (Flottweg SE)

 

Benedikt Schömmel beschäftigt sich seit 2017 mit der Thematik Product-Information-Management. Bei der Flottweg SE wurde unter seiner Leitung erfolgreich ein PIM-System als Ort der Wahrheit für die Verbreitung von Marketing & Vertriebsinformationen weltweit eingeführt. Neben der Verwaltung und Optimierung des Systems, ist er für die Schaffung von neuem Content und der Etablierung von Prozessen in Zusammenhang mit PIM verantwortlich.

Was sich dahinter verbirgt und welche besonderen Herausforderungen sich ergeben , erklärt er im exklusiven Kurz-Interview mit DEUTSCHE KONGRESS!

Herr Schömmel, Sie beschreiben die Systemauswahl als Projekthürde. Warum ist dies der Fall? Hatten Sie externe Unterstützung im Auswahlprozess?

Es waren umfangreiche Recherchen zum Potential und Nutzen von PIM notwendig. Die Anzahl an Anbietern ist groß und sehr subjektiv. Ich hatte mich auf verschiedensten Messen und Veranstaltungen von PIM Anbietern und auch Beratungshäusern informiert, wobei diese dann natürlich sehr auf das jeweilige Produkt gerichtet waren. Es gab verschiedene Gespräche mit externen Beratern, wobei mir hier zu wenig Objektivität vorhanden war. Deshalb musste eben die Recherche über den Nutzen von PIM im mittelständischen Maschinenbau/Anlagenbau zum großen Teil durch uns erfolgen.

Welches waren die größten Herausforderungen bei der Auswahl?

Die Sammlung wirklich aller Projektanforderungen aller verschiedenen Disziplinen: Marketing, Sales, Produktmanagement, Einkauf, IT, Digitalisierung und Dokumentation.

Bei Losgröße „1“ sprechen wir von hochgradig konfigurierbaren Produkten. Welchen Einfluss hat dies auf das PIM-Datenmodell? Würden Sie dies als besonders komplex beschreiben und wenn ja, warum?

Vor der Einführung von PIM und dem Entwurf des Datenmodells haben wir uns die Strukturen anderer Unternehmen anschauen können. Deren Konfigurationen und Modelle waren nicht weniger komplex und umfangreich als unseres. Der Unterschied zu anderen PIM Strukuren ist, dass unsere Produkte, um für die Zwecke des Marketing und Vertriebs in PIM darstellbar zu sein, weg von der komplett konfigurierbaren Maschine, hin zu „Standardprodukten“ gehen. Wir mussten also sozusagen unser Produkt vereinfachen. Und diese sog. Standardmaschinen konnten nicht in einem Datenbaum abgebildet werden, sondern mussten in Beziehung zu zwei weiteren Datenbäumen gesetzt werden. Unser Endartikel wird somit in kleinen Schritten „konfiguriert“.

Wie haben Sie das umfassende Relationswissen zum Aufbau des Datenmodells konsolidiert? Gibt es bereits ein PLM-System oder ausreichende Unterstützung in der Warenwirtschaft?

Hier war die Zusammenarbeit von Entwicklung, Produktmanagement und Marketing von entscheidender Bedeutung. Insgesamt war es ein sich entwickelnder Trial and Error Prozess.

Spielt Machine Learning bei der Konfiguration Ihre Produkte bereits eine Rolle? Wäre dies denkbar? Welche Kanäle nutzen Ihre Kunden typischerweise, um sich über Ihre Produkte zu informieren? Konnten Sie durch PIM das Kundenerlebnis bereits nachhaltig verbessern? Welche neuen Möglichkeiten stehen Ihnen heute zur Verfügung?

Da unsere Kunden ausschließlich im B2B-Geschäft zu finden sind, ist die Messe nach wie vor DER Point of Sales. Natürlich sind Website und Social Media nicht zu verachten und gewinnen immer mehr an Bedeutung, weshalb wir hier immer mehr Produktinformationen (und auch Wissen) vermitteln. PIM gilt für die entsprechenden Kanalbetreuer seit der Einführung als Single Point of Truth für marktrelevantes Produktwissen (sozusagen als Salesbook). Indirekt konnte so das Kundenerlebnis durch Steigerung der Contentqualität erreicht werden. Außerdem können wir durch PIM nun auch bestimmte Produktinformationen schnell und komfortabel in Datenblätter extrahieren und dem Kunden so einen ersten Überblick zu unseren Produkten geben.

 

Sie möchten mehr zum Thema Daten, Systeme, Dialog erfahren und den Praxisbericht von u.a. Benedikt Schömmel hören? Dann kommen Sie auf die PROKOM Data Days!