Deutsche bezahlen erstmals mehr mit Karte als mit Bargeld

7. Mai 2019 l Deutsche bezahlen erstmals mehr mit Karte als mit Bargeld: Für manchen stellt sie das ultimative Werkzeug dar, um Konsumenten zu kontrollieren - doch die meisten Deutschen sehen das offenbar nicht so eng: Die Karte hat dem Bargeld den Rang abgelaufen.

 

Die Verbraucher in Deutschland greifen beim Bezahlen immer öfter zur Karte statt zum Bargeld. Im vergangenen Jahr sei im stationären Einzelhandel erstmals mehr Geld per Giro- und Kreditkarte ausgegeben worden als in bar, teilte das Handelsforschungsinstitut EHI am Dienstag in Köln mit.

Insgesamt zahlten die Verbraucher der Studie zufolge 2018 bei ihren Einkäufen gut 209 Milliarden Euro per Karte – 12,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Dadurch stieg der Umsatzanteil der Karten auf 48,6 Prozent und sie überholten erstmals – wenn auch nur knapp – das Bargeld. Denn bar wurden „nur“ noch Rechnungen in Höhe von rund 208 Milliarden Euro bezahlt, was einem Umsatzanteil von 48,3 Prozent entspricht. Die restlichen 3,1 Prozent verteilten sich auf Rechnungen, Finanzkäufe und Gutscheine. 2017 waren noch rund 50 Prozent aller Umsätze in bar bezahlt worden.

Doch auch wenn die Bedeutung von Bargeld sinkt, heißt das nicht, dass die Kunden bald nur noch mit der Karte oder dem Smartphone bezahlen werden. Gerade bei kleinen Summen sind Scheine und Münzen laut EHI nach wie vor als Zahlungsmittel erste Wahl.

 

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