11. Forderungs- und Risikomanagement Tage

29.04.2019 l 11. Forderungs- und Risikomanagement Tage: Der Nachbericht

Auch in diesem Jahr berichteten die Referenten der Forderungs- und Risikomanagement Tage in Berlin, München und Frankfurt über aktuelle Themen aus dem Forderungs-, Kredit- und Debitorenmanagement. Die Forderungs- und Risikomanagement Tage gelten seit 11 Jahren als das Schlüsselevent für Unternehmen aus dem B2C-Bereich.

 

 

„Welche Neuerungen gibt es im Zahlungsverkehr?“ und „Wie erreiche ich den Kunden von morgen?“. Fragen, die in Zeiten von WhatsApp und Co. aktueller nicht sein könnten. Die Teilnehmerzahlen in diesem Jahr zeigen, dass das Interesse an dem Thema weiterhin besteht. Über 240 zufriedene Teilnehmer zählte die Veranstaltungsreihe, die auch in 2020 wieder von der DEUTSCHEN KONGRESS ausgerichtet wird. 

Bei den diesjährigen Forderungs- und Risikomanagement Tagen stand Ronja Ensslin (Head of Accounts Payable/Receiveable, DriveNow GmbH & Co. KG) in Berlin und München nach ihrem Vortrag zur „Digitalisierung der Finanzbuchhaltung am Beispiel der DriveNow GmbH & Co. KG“ Rede und Antwort. Sie stellte nicht nur die Software collectAl, die Rechnungen digitalisiert und Kunden an ihre Zahlungsfristen erinnert, als zukunftsorientierte Lösung für das Debitorenmanagement vor, sie berichtete in ihrem umfangreichen Vortrag über den Status Quo ihres Unternehmens vor der Digitalisierung und informierte über die Ergebnisse der Optimierung der digitalen Finanzbuchhaltung. Denn wer auf möglichst vielen Plattformen eine benutzerfreundliche Lösung für das Bezahlmanagement anbieten kann, hat im Wettbewerb meist die Nase vorn. Der Erfolg zeigt sich in der App von Drive Now, die eine freundliche Zahlungserinnerung statt einer Mahnung eines Inkassounternehmens schickt. Die zusätzlichen Push Benachrichtigungen als Auftragsbestätigung stellen ebenfalls ein Instrument für die Kundenbeziehung dar, da ein Großteil dieses Medium stetig nutzt.

 

„Die Unternehmen müssen mit der Zeit gehen“

„Insgesamt müssen sich Unternehmen auf die Kunden ausrichten und mit der Zeit gehen“, finden auch Timo Seelmann (Key Account Manager, EOS Deutschland GmbH) und Andreas Behmenburg (Regionalleiter, EOS Deutschland GmbH), die in ihrem Vortrag zur „User Centricity im Forderungsmanagement“ neue Perspektiven zur Kundenbindung aufgezeigt haben. Die Zielgruppe muss im Fokus stehen und Unternehmen sollten die verfügbaren Kommunikationswege effizient nutzen. Dies betrifft auch das Forderungsmanagement. Der Ausbau der Live Kommunikation über WhatsApp oder Chatbots bietet viele neue Chancen und holt Kunden da ab, wo sie sind, meinte auch Daniel Dörr (Team Manager Legal, Alektum GmbH) in seinem Vortrag über „Digitales Forderungsmanagement – Inkasso 4.0“. Auch die Auslagerung des Forderungsmanagement auf externe Dienstleister stellte er an den Forderungs- und Risikomanagement Tagen als eine Lösung für das Debitorenmanagement vor. Ulf Graubohm (Senior Strategic Sales Manager, collect Artificial Intelligence GmbH) und Max Bense (Head of Strategic Sales Manager, collect Artificial Intelligence GmbH) empfohlen die Zusammenarbeit mit professionellen „Relation Managern“, die auch die Customer Journey im Blick haben. Sie raten: „Gestalten sie eine smoothe Customer Journey ab Vertragsabschluss bzw. Verkauf“ und sie bewegen sich damit ganz im Feld innovativer Finanztechnologien.

 

Eine simple Lösung – „Keine Debitoren, Kein Forderungsausfall“

Zu diesen innovativen Geschäftsmodellen gehört auch das der Firma „Airgreets“, die eine Plattform zur Vermietung von ungenutztem Wohnraum bietet. Vielflieger oder Geschäftsreisende können dort ihre Wohnung während ihrer Abwesenheit entgeltlich zur Nutzung freigeben, während die Kommunikation ganz über „Airgreets“ verläuft. Florian Bogenschütz, Gründer und CFO der Airgreets GmbH, berichtete in München von den Vorteilen seines Modells, das Kunden sowie Unternehmen gerecht wird. Aus dem Debitor wird bei Airgreets zugleich ein Kreditor.

In seinem Vortrag „Keine Debitoren, Kein Forderungsausfall“ zeigte er, wie kalkulierbar das Geschäftsrisiko mit einem solchen Modell wird und wie Hemmnisse und Bedenken seitens der Kunden abgebaut werden können.

 

„Ist der Kauf auf Rechnung nun in Gefahr?“ – eine berechtigte Frage

Über offene Fragen, Chancen und Risiken dieser neuen Modelle und den damit verbundenen Begriffsdschungel klärte Stephan Vila (Geschäftsführer der Creditreform Boniversum GmbH) in dem Vortrag „PSD2, MIF, Instant Payment, Geoblocking – Fürchterliche Begriffe gleich fürchterliche Konsequenzen?“ in Berlin auf. „Ist der Kauf auf Rechnung nun in Gefahr?“, ist nur eine der Fragen, denen er sich bei den  Forderungs- und Risikomanagement Tagen stellen musste.

Die Veranstaltung bot zahlreiche Impulse und Lösungsansätze für die „Finanzbuchhaltung der Zukunft“. „Sehr informativ und super zum Kontakte knüpfen“, findet auch eine Teilnehmerin. Die vorgestellten Praxisbeispiele gaben zahlreiche Anregungen zum Networking und zur Neugestaltung der Finanzbuchhaltung. Die DEUTSCHE KONGRESS bedankt sich auch in diesem Jahr herzlich für die Unterstützung der Sponsoren und wird auch bei den 12. Forderungs- und Risikomanagement Tagen im Jahr 2020 wieder eine Plattform für den Austausch der neusten Erkenntnisse aus dem Bereich Forderungs- und Bezahlmanagement bieten. „Denn das Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft“, so Bernhard Klier, Geschäftsführer der DEUTSCHEN KONGRESS.

Das gesamte Team der DEUTSCHEN KONGRESS steckt bereits in der Planung für nächstes Jahr und freut sich, Sie auch da begrüßen zu dürfen.